Astaxanthin – starke antioxidative Eigenschaften für dein Immunsystem

Astaxanthin findet sich als natürlicher roter Farbstoff in Grünalgen, Plankton, Pilzen und Bakterien. Diese Organismen bilden einen Teil der Nahrungsgrundlage von Krebsen, Schalentieren, Shrimps, Krill, Flamingos und Lachsen. Dadurch nehmen diese Tiere eine rote Farbe an und Astaxanthin konzentriert sich vor allem in ihren Muskeln. Aufgrund des Vitamingehalts steigert es sowohl die Fruchtbarkeit als auch die Immunabwehr der Lachse.

Was ist Astaxanthin?

Für den Menschen ist Astaxanthin ein Nahrungsergänzungsmittel mit antioxidativen Eigenschaften. Es gehört zu den Carotinoiden, von denen die meisten eine gesundheitliche Schutzfunktion besitzen. Carotinoide lassen sich in Carotine und Xanthophylle unterteilen. Carotine unterscheiden sich von der zweiten Gruppe durch den fehlenden Sauerstoffgehalt. Sie finden sich zum Beispiel in Mandarinen, Tomaten oder Karotten. Zur Gruppe der Xanthophylle gehören neben Astaxanthin auch Lutein und das im Spinat enthaltene Zeaxanthin. Astaxanthin wird manchmal auch als Königin der Carotinoide bezeichnet, weil es von seiner Wirkungsweise anderen Antioxidantien weit überlegen ist.

Wie wird Astaxanthin hergestellt?

Astaxanthin wird vor allem in Hawaii und Israel aus der Blutregenalge Haematocuccus pluvialis gewonnen. Es kann darüber hinaus durch die Verarbeitung von Krebstieren, Fischen oder Krill hergestellt werden. Daneben wird es auch als E161j aus Petrochemikalien industriell produziert. Dieses synthetische Astaxanthin unterscheidet sich durch seinen molekularen Aufbau von seinem natürlichen Bruder und ist nicht als Nahrungsergänzungsmittel geeignet. Es wird unter anderem dem Futter von Zuchtlachsen beigemischt und färbt den Eidotter von Hühnern. Neben der chemischen Produktion kann Astaxanthin auch mit Hilfe des Hefepilzes Phaffia rhodozyma gewonnen werden und wird anschließend als natürliches Produkt deklariert. Es wird versucht, diesen Hefepilz gentechnisch zu verändern, um die Ausbeute an rotem Farbstoff zu erhöhen.

Natürliches Astaxanthin, das aus Algen gewonnen wird, unterscheidet sich von der synthetischen Variante durch mehrere, zusätzlich enthaltene Wirkstoffe. Es handelt sich um einen Wirkstoffkomplex aus 85 Prozent Astaxanthin, 4 Prozent Lutein, 6 Prozent Beta-Carotin und 5 Prozent Canthaxanthin. Diese Wirkstoffe verstärken sich gegenseitig, so dass das Nahrungsergänzungmittel insgesamt effektiver wirkt. Da der Rohstoff auf Hawaii gewonnen wird, ist das Mittel leider nicht mit einer EU-Bio-Zertifizierung erhältlich.

Wie wirkt Astaxanthin?

Das enthaltene Astaxanthin sichert der Blutregenalge das Überleben unter strengsten Bedingungen. Wenn sie unter Austrocknung, Kälte, Hitze oder starker UV-Strahlung leidet, verfärbt sie sich rot. Sie stellen alle anderen Stoffwechselvorgänge ein, wie zum Beispiel die Bildung von Chlorophyll. Auf diese Weise können die Algen viele Wochen in Trockenheit überleben.

Als natürliches Nahrungsergänzungsmittel bindet Astaxanthin im Körper des Menschen frei Radikale und verhindert auf diese Weise die Ausbreitung bestimmter Entzündungsstoffe. Dadurch eignet es sich zur Behandlung von Entzündungen und zur Stärkung des Immunsystems. Es kann viele Krankheiten verhindern, welche mit chronischen Entzündungen in Verbindung gebracht oder durch diese ausgelöst werden. Es fördert nach körperlicher Anstrengung die Regeneration der Muskeln und steigert die Leistung. Darüber hinaus kann es unterstützend zur Entgiftung und bei der Behandlung von Arthrose, Asthma, Diabetes, Magenerkrankungen und im Zusammenhang mit einer Regeneration des Gehirns nach Schlaganfällen eingesetzt werden. Es besitzt antiallergischen Eigenschaften und kann diverse Anti-Aging-Maßnahmen unterstützen. Astaxanthin kann fehlerhafte Zellteilungen verhindern und schwere Zellschäden heilen, so dass selbst eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs nicht ausgeschlossen ist.

Oxidativer Stress

Oxidativer Stress entsteht im Körper durch das vermehrte Aufkommen reaktiver Sauerstoffverbindungen. Sie entstehen durch Stoffwechselprozesse und Entzündungen im menschlichen Körper. Es handelt sich um ionisierte Sauerstoffmoleküle, die in der Lage sind, sich mit Körperzellen zu verbinden. Diesen Vorgang nennt man Oxidation. Stress, Leistungssport, Rauchen, Alkoholkonsum, Umweltschadstoffe oder vermehrte Einwirkung von UV-Licht fördert die Bildung dieser freien Radikale. Sie sind besonders reaktionsfreudig und zerstören Zellbestandteile und Proteine, die durch diese Oxidation ihre Funktion verlieren. Dies führt zu einer Veränderung an den Zellen und zur Behinderung des Stoffwechsels. Unter Umständen können die freien Radikalen sogar die menschliche DNA schädigen. Wenn die natürlichen Schutzmechanismen des Körpers nicht mehr in der Lage sind, die freien Radikale ausreichend zu bekämpfen, spricht man von oxidativem Stress. Das Verhältnis von Oxidantien und Antioxidantien ist aus dem Gleichgewicht geraten. Dies beschleunigt im Ergebnis den Alterungsprozess des Körpers.

Vorteile gegenüber anderen Antioxidantien

Antioxidantien kommen in vielen Obst- und Gemüsearten und bestimmten Pflanzenölen natürlich vor. Sie sind auch in einigen Vitamine und Spurenelementen enthalten. Astaxanthin ist jedoch in der Lage, die Blut-Gehirn-Schranke und die Blut-Netzhaut-Schranke zu überwinden. Dadurch kann es auch dort seine Wirkung entfalten, wo andere Antioxidantien nicht hingelangen.

Der Vorteil von Astaxanthin gegenüber anderen Carotinoiden besteht darin, dass es die komplette Zellmembran durchdringt und die Zellen sowohl von der Außen- als auch der Innenseite schützt. In der Zelle enthaltene freie Radikale werden auf die Außenseite überführt, wo sie von anderen Antioxidantien bekämpft werden können.

Bei der Bekämpfung freier Radikale ist Astaxanthin bis zu 500mal effektiver als Vitamin E. Es ist in seiner Wirkung Vitaminen und dem Carotin Lutein deutlich überlegen und hat eine zehnfach stärkere Wirkung als Beta-Carotin. Darüber hinaus verteilt es sich sehr effektiv im ganzen Körper.

Astaxanthin und Vorzeitige Hautalterung

Wenn freie Radikale die Hautzellen angreifen, lässt die Spannkraft der Haut nach. Dies führt zur Bildung von Altersflecken und zu faltiger, trockener Haut. Astaxanthin sorgt genau wie Collagen für eine glatte Haut. Bei Collagen handelt es sich um ein Eiweiß, das sich netzartig über die gesamte Haut spannt und für eine glatte Oberfläche sorgt. Mit zunehmendem Alter verliert dieses Netz an Spannung und es entstehen Brüche, die auf der Haut zur Bildung von Falten führen. Astaxanthin repariert Zellschäden und verbessert die Collagen-Produktion. Es hemmt Collagen abbauende Enzyme, die infolge von Stress entstehen. Darüber hinaus erhöht es die Feuchtigkeit der Haut und reduziert Falten. Auch bestehende Hautschäden können auf diese Weise noch von innen repariert werden, so dass sich die Symptome einer vorzeitigen Hautalterung vermindern. Nebenbei fördert Astaxanthin noch einen kräftigeren Haarwuchs.

In höherer Dosierung kann es gegen Akne hilfreich sein. Bis jetzt existieren leider noch keine Studien, die die Wirksamkeit bei der Behandlung von Hauterkrankungen belegen.

Astaxanthin und Arteriosklerose

Astaxanthin kann Ablagerungen in den Gefäßen verhindern. Es senkt den LDL-Spiegel und hebt den HDL-Spiegel. Gleichzeitig wird die Oxidation von LDL-Zellen behindert, so dass sich weniger Rückstände an den Gefäßwänden bilden. Die Anzahl der Triglyceride wird reduziert und mehr Adiponectin produziert, welches das Hungergefühl beeinflusst. Ein zu niedriger Adiponectinspiegel führt dagegen zu Schädigungen der Gefäße und erhöht das Risiko, an Diabetes 2 zu erkranken. Darüber kann das Risiko einer Erkrankung durch Darmkrebs ansteigen.

Des Weiteren ist Astaxanthin in der Lage, bereits bestehende Ablagerungen zu stabilisieren, so dass sich aus ihnen keine Gerinnsel bilden können, die irgendwann die Gefäße verstopfen. So vermindert sich das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Möglicherweise führt eine bessere Fettverbrennung auch zu einer geringeren Verfettung der Leber und einem besseren Cholesterinspiegel. Da Gefäßerkrankungen auf Entzündungen beruhen, kann Astaxanthin durch seine Entzündung hemmende und antioxaidative Wirkungsweise die Durchblutung verbessern und den Blutdruck senken. Es bewirkt eine Herabsetzung von Entzündungsmarkern wie dem Eiweiß CRP (C-reaktives Protein). CRP deutet auf Entzündungen im Körper hin, und ein zu hoher CRP-Wert beeinflusst die Herzgesundheit. Ein sinkender Wert ist ein Hinweis auf eine verringerte Produktion Schmerz auslösender Enzyme und eine verlangsamte Ausbreitung von Entzündungen.

Astaxanthin und Immunabwehr

Astaxanthin stärkt das Immunsystem, indem es Entzündungsbotenstoffe hemmt und dadurch die Ausbreitung von Entzündungen verhindert. Grundsätzlich haben freie Radikale auch eine positive Funktion und werden vom Körper selbst gebildet, um Bakterien, Viren oder Gifte zu bekämpfen. Bei vorliegenden Entzündungen werden verstärkt reaktionsfreudige Sauerstoffmoleküle gebildet, die die umliegenden Zellen schädigen. Problematisch wird dieser Prozess, wenn es zu chronischen Entzündungen kommt. Astaxanthin hemmt die Produktion von Zytokinen, welche ansonsten als Botenstoffe die Abwehrzellen aktivieren und auf diese Weise chronische Entzündungen hervorrufen können. Es unterstützt die Aktivität von körpereigenen Killerzellen, die andere, durch Viren infizierte Zellen zerstören. Es verringert die Anzahl der Entzündungsbotenstoffe und vermindert auf diese Weise Schmerzen und Migräne, ohne durch eine vollständige Bekämpfung die Entgiftung des Körpers zu unterbinden.

Die Immunzellen sind oft Angriffsziel von freien Radikalen, weil ihre Membran in hohem Maße aus ungesättigten Fettsäuren besteht. Durch die Unterstützung von Immunzellen können chronische Entzündungen verhindert werden. Damit wirkt Astaxanthin ähnlich wie Cortison, allerdings in geringerem Maße. Unter Umständen kann es auch Tumor tötende Zellen in ihrer Funktionsweise unterstützen. Hierfür existieren jedoch bisher noch keine aussagekräftigen Studien.

Astaxanthin und Karphaltunnelsyndrom

Das Karphaltunnelsyndrom wird oft als Folge einer Diabetes, einer Schwangerschaft, einer Arthritis, in den Wechseljahren oder als Folge einer Schilddrüsenerkrankung diagnostiziert. Das Syndrom umschreibt eine Schädigung des Mittelarmnervs, der von der Achselhöhle bis zur Handfläche verläuft. Auf seinen Weg durch den Unterarm passiert der Nerv den Karphaltunnel. Entzündet sich dieser Bereich, wird der Nerv verstärktem Druck ausgesetzt und nimmt letztendlich dauerhaften Schaden. Das Syndrom äußert sich durch Kribbeln, einer nachlassenden Kraft der Hand, einem Taubheitsgefühl oder Schmerzen, die am Ende bis in die Schulter ausstrahlen. Das Karphaltunnelsyndrom muss im schlimmsten Fall durch die Einnahme von Cortison oder durch eine OP behandelt werden. Durch Astaxanthin werden in manchen Fällen die Schmerzen gemindert, und nach mehrmonatiger Einnahme kann sich eine deutliche Verbesserung zeigen.

Astaxanthin und Magenbeschwerden

Viele Beschwerden im Magenbereich werden mit einer Infektion durch das Bakterium Helicobacter pylori in Verbindung gebracht. Diese Infektion verstärkt die Bildung von reaktionsfreudigen Sauerstoffmolekülen, was im Bereich des Magens zu oxidativem Stress und zu Entzündungen führt. Die Ergebnisse von Studien zeigen, dass Astaxanthin bei Beschwerden im Zusammenhang mit dem Auftreten von Helicobacter pylori in der Lage ist, die Symptome von Sodbrennen und Magenentzündungen zu reduzieren. Durch eine Absenkung der bakteriellen Belastung kann das Risiko einer Infektion mit dem Bakterium verringert werden. Magenschmerzen, Sodbrennen, Aufstoßen, Übelkeit und Magenschmerzen treten weniger häufig auf.

Astaxanthin für Sportler

Durch Sport und körperliche Arbeit werden im menschlichen Körper Antioxidationsprozesse angestoßen. Die stärkere Geschwindigkeit des Stoffwechsels führt dazu, dass mehr freie Radikale freigesetzt werden. Der Sauerstoffverbrauch steigt stark an und die gebildeten Radikale verursachen Entzündungen und lösen Muskelschmerzen, Verletzungen, Gewebe- und Gelenkschäden aus. Astaxanthin bekämpft die Oxidation in den Muskelzellen und erleichtert Sportlern dadurch das Training. Es steigert Ausdauer und erhöht die Muskelkraft. Insbesondere steigert sich die Fettverbrennung in den Muskeln. Dadurch verhindert es während des Trainings die Produktion von Milchsäuren, welche Muskelschmerzen verursachen und Müdigkeit und Schwäche hervorrufen können. Astaxanthin stärkt außerdem die Gelenke und vermindert Gelenkschmerzen infolge einseitiger sportlicher Belastung. Dies kann beispielsweise beim Tennisarm der Fall sein.

Auswirkung auf die Funktion der Augen

UV-Licht und oxidativer Stress beeinflussen die Funktionsfähigkeit der Augen. Freie Radikale können unter anderem die Netzhaut angreifen. Astaxanthin schützt vor den negativen Auswirkungen von UV-Strahlen und schützt die Photorezeptorzellen. Es verbessert die Akkomodation der Linse und sorgt für bessere Durchblutung der Netzhaut, indem es die Durchlaufgeschwindigkeit des Blutes erhöht. Es schützt den Sehnerv und vermindert den Augeninnendruck. Bei älteren Menschen verkürzt es die Reaktionszeit für die Umstellung zwischen Nah- und Fernsicht und verbessert ihr Sehvermögen bei Dunkelheit. Darüber hinaus reduziert es die Symptome der Augenermüdung, die beispielsweise bei Bildschirmarbeit entstehen. Die Fähigkeit zum Fokussieren kann sich durch eine bessere Funktion des Ringmuskels verbessern. Dieser Muskel bewirkt durch An- und Entspannung die Verformung der Augenlinse.

Die meisten Augenkrankheiten, wie Glaukom, Katarakt und altersbedingte Makuladegenration, sind das Ergebnis von Entzündungen und antioxidativen Prozessen. Astaxanthin kann die Vorbeugung oder Behandlung dieser Erkrankungen unterstützen, indem es durch seine entzündungshemmende Wirkung einen Rückgang der Augenreizung fördert. Die positive Wirkung entfaltet sich in ausreichendem Maß in Kombination mit der Einnahme weiterer Vitalstoffe.

Astaxanthin und Arthrose

Oxidativer Stress kann das Kollagen in den Gelenkknorpeln angreifen und zu einem Abbau dieses Gewebes führen. Hier können die entzündungshemmenden und antioxidatven Eigenschaften von Astaxanthin zum Einsatz kommen. Es bewirkt eine Verminderung der Schmerzen und der Steifheit. Folge ist eine erhöhte Mobilität bei Menschen mit Gelenkschmerzen und Arthrose. Es wird in höherer Dosierung häufig als Ersatz für gängige Schmerzmittel, wie Aspirin, verwendet. Da es keine Nebenwirkungen verursacht, kann es auch vorbeugend eingenommen werden.

Diabetes

Bei Diabetikern leidet die Bauchspeicheldrüse als Insulinproduzent unter oxidativem Stress, was dazu führt, dass ihre Beta-Zellen entzündet oder beschädigt sind. Als Folge produziert die Bauchspeicheldrüse nur noch wenig oder gar kein Insulin mehr, was den Blutzuckerspiegel erhöht. Zellschädigungen und Nierenfunktionsstörungen sind oft die Folge. Durch die Einnahme von Astaxanthin wird in Fettzellen vermehrt das Hormon Adiponektin produziert, welches das Insulin dabei unterstützt, den Blutzuckerspiegel auszugleichen. Neben der Senkung der Cholesterinwerte verringert sich durch die Erweiterung der Gefäße auch der Blutdruck. Auch der Verlauf der Nierenerkrankung Nepropathie wird verlangsamt. In der Bauchspeicheldrüse wird die Beeinträchtigung der Beta-Zellen gehemmt. Diese Zellen bilden das Blutzucker senkende Hormon Insulin und führen es in die Blutbahnen über. So hilft Astaxanthin, die Insulinproduktion zu stabilisieren, und den Blutzuckerspiegel auszugleichen. Auf diese Weise erweist sich der ergänzende Einsatz von Astaxanthin auch bei Diabetes als hilfreich.

Unter Umständen kann Astaxanthin auch zu einer besseren Fettverbrennung im Körper führen . Es kann die Leberverfettung vermindern und den Cholesterin- und Triglyceridwert senken sowie die Produktion von Fettgewebe einschränken.

Auswirkungen im Gehirn

Oxidativer Stress führt auf Dauer zu Gewebeschäden im Gehirn und zur vermehrten Produktion freier Radikaler. Dies verursacht neurodegenerative und entzündliche Erkrankungen, wie Parkinson oder Alzheimer. Der Verlust von Neuronen führt zu Gedächnisverlust, Zittern, Unruhe und Ängsten. Antioxidantien wie Astaxanthin bewahren Nervenzellen und Nervenfasern vor dem Absterben. Sie verbessern die kognitiven Fähigkeiten durch die Verminderung von antioxidativem Stress. Sie verhindern eine Ansammlung von Phospholipidhydroperoxiden (POOH), die bei Demenzpatienten in großer Menge in roten Blutkörperchen enthalten sind. Darüber hinaus wirken Antioxidantien auch auf das FOX03-Gen, das Alterungsprozessen verlangsamt. Es ist bei vielen Menschen von Natur aus nicht aktiviert. Antioxidantien wie Astaxanthin sind in der Lage, dieses Gen zu aktivieren und seine Aktivität zu steigern.

UV-Strahlen

Astaxanthin macht die Körperoberfläche resistenter gegen UV-Strahlen und schützt damit in gewissem Umfang vor Sonnenbrand. Daher ist es auch oft an der Hautoberfläche oder im Augengewebe anzutreffen. Es ergänzt die Wirkung von Sonnenschutzmitteln und verlängert die Zeit, bis zu der die Haut der Sonne ausgesetzt werden kann, ohne Schaden zu nehmen. Darüber hinaus verhindert Astaxanthin im Gegensatz zu Sonnencremes nicht die Aufnahme von Vitamin B und ist auch nicht durch Wasser abwaschbar.

Astaxanthin bewirkt aber noch mehr. UV-Strahlen sind in der Lage, die Anzahl der freien Radikalen im Körper zu erhöhen. Sie fördern die Bildung von Singulett-Sauerstoff, der durch Oxidation Lipide, Eiweiße und sogar die DNA schädigen kann. Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung verhindert Astaxanthin Zellschäden durch UV-Licht vor, indem es die freien Radikalen bindet, so dass diese nicht mehr in der Lage sind, Hautzellen zu zerstören und die DNA zu schädigen.

Astaxanthin und Krebs

Leider gibt es noch keine ausreichend gesicherten Erkenntnisse, ob die Zufuhr von Astaxanthin das Krebsrisiko senken kann. Es mindert als Ergebnis einer Studie drastisch den Biomarker für DNA-Schäden (8-OHdG). Schäden an der DNA führen zur Zellalterung, Zelltod oder zu Zellentartungen. Durch den Einfluss von Stress vermindert sich im Körper die Bildung der so genannten natürlichen Killerzellen. Astaxanthin könnte diesen Effekt durch eine Verbesserung der Kommunikation der Zellen untereinander teilweise ausgleichen und damit die Bekämpfung von Tumorzellen unterstützen. Über die Unterstützung der Produktion von Entgiftungsenzymen in Leber und Nieren kann die Wirkung von Krebs erzeugenden Organismen möglicherweise gehemmt werden. In diesem Zusammenhang kann die Leber zu einer verstärkten Produktion von Enzymen angeregt werden, welche vor Leberkrebs schützen.

Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit

Die Fruchtbarkeit von Männern in nimmt in vielen Nationen ab, weil oxidativer Stress die Qualität der Spermien beeinträchtigt. Auslöser sind beispielsweise Umweltgifte oder eine Zunahme weiblicher Hormone im Trinkwasser. Um mit hinreichender Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaft auszulösen, müssen jedoch Samenzellen in ausreichender Anzahl zur Eizelle gelangen. Bei vielen Männern sind diese entweder nicht in ausreichender Zahl vorhanden, oder nicht mehr ausreichend beweglich. Da Astaxanthin als Nahrungsmittel für Fische deren Fruchtbarkeit fördert, ist es nahe liegend, eine mögliche ähnliche Wirkung beim Menschen zu erforschen.

Astaxanthin kann oxidativen Stress auch bei menschlichen Spermien reduzieren. Es führt zu einer verminderten Anzahl freier Radikaler in den Samenzellen und verbessert ihre Qualität, Beweglichkeit und Geschwindigkeit. Auf diese Weise steigert es die Fruchtbarkeit bei Männern. Auch verbessert es den Testosteronwert.

Dosierung und Einnahme

Die Empfehlungen für eine Dosierung reichen von 4 mg täglich bis zu 4-8 mg ein- bis dreimal täglich. Bei Leistungssportlern ist manchmal von einer Tagesdosis von 50 mg die Rede. Um die nötige Dosis herauszufinden, empfiehlt es sich, mit einer kleinen Menge zu beginnen und die Dosis zu steigern, falls sich noch keine Verbesserungen zeigen. Bei einer Einnahme von mehr als 4 mg täglich sollte man die Dosis über den Tag aufteilen. Eine vollständige Wirkung tritt in der Regel erst nach etwa zwei Monaten ein.

Astaxanthin ist in Kapselform erhältlich, wobei der Wirkstoff in Distelöl oder Olivenöl gelöst ist. In Tabletten- oder Pulverform ist es, wie alle Carotinoide, schwer wasserlöslich. Deshalb sollte das Nahrungsergänzungsmittel immer mit Fett zusammen eingenommen werden. Am besten erfolgt die Einnahme während einer Mahlzeit. Anschließend wird der Wirkstoff über das Blut transportiert und von Leber aufgenommen.

Leider ist es nicht möglich, dem Körper ausschließlich durch den Verzehr von Lachsen oder Lachsforellen ausreichend Astaxanthin zuzuführen. In Lachsen liegt der Gehalt bei etwa 1 mg pro 100 Gramm Fleisch, und selbst beim Rotlachs ist die Konzentration nicht höher als 4 mg. Es ist davon auszugehen, dass kaum jemand ständig große Mengen an Wildlachs zu sich nehmen möchte.

Es sind auch Präparate erhältlich, die Astaxanthin mit Omega3-Fettsäuren oder Docosahexaensäure (DHA) kombinieren. Auch das Carotonoid Lutein oder Vitamin E können beigemischt sein.

Nebenwirkungen

Manche Antioxidantien wie Beta-Carotin oder Zink können bei zu starker Dosierung im Körper oxidativen Stress auslösen. Die Untersuchung der Molekularstruktur führt zu der Annahme, das dies bei Astaxanthin nicht der Fall ist. Da noch keine Studien zu möglichen Nebenwirkungen vorliegen, sollten Kinder sowie schwangere oder stillende Mütter kein Astaxanthin einnehmen. Bei starker Überschreitung der Dosis kann das Mittel eine orangefarbene Tönung der Handflächen und Fußsohlen auslösen, dies ist aber gesundheitlich unbedenklich. Astaxanthin könnte, wenn es aus Krustentieren gewonnen wurde, bei empfindlichen Personen Allergien auslösen. Daher sollte vor dem Kauf geklärt werden, aus welcher Quelle das Nahrungsergänzungsmittel gewonnen wurde. In seltenen Fällen können individuelle Unverträglichkeiten nicht ausgeschlossen werden.

Astxanthin erhöht in der Leber den Cytochrom P450-Enzym-Wert, so dass Arzneimittel schneller aufgenommen werden. Dies kann unter Umständen ihre Wirkung beeinflussen.